2014

Adventskonzert 2014

Ein ganz besonderes Weihnachts-geschenk

Mit dem Adventskonzert der Musik-gesellschaft wurden die Gäste reichlich beschenkt.

 

VON EDGAR STRAUMANN

 

Das Adventskonzert der Musikgesellschaft Wangen gehört zum kulturellen Leben in der Gemeinde wie der Tannenbaum und die Krippe in jeder Stube. Auch diesmal, am vierten Adventssonntag, durfte in der Gallus-Kirche ein sehr guter Besuch verzeichnet werden. Und es kann vorweg genommen werden, die Besucherinnen und Besucher wurden so kurz vor Weihnachten nicht mit materiellen, aber umso mehr mit Geschenken in Form von Musik und Gesang bedacht, welche Herz und Seele in vollem Masse zu erfreuen vermochten. Nach der Begrüssung durch MG Präsidentin Cornelia Nussberger machte die Jugend Band Wangen, unter der Leitung von Viktor Del Ponte, den Auftakt. Sie wurde dabei von Mitgliedern der Orff Gruppe mit Walter Grob wirkungsvoll unterstützt. Dem Alter der jungen Interpreten entsprechend wurden zeitgemässe Melodien und Rhythmen geboten, die vom Publikum mit grossem Applaus honoriert wurden. Mit „Fanfare and Furiosity“ von David Shaffer eröffnete die Musikgesellschaft unter der Leitung von Lukas Vogelsang ihren ersten Konzertteil. Wie aus dem Titel entnommen werden kann, mit festlichen Fanfarenklängen, gefolgt von harmonisch vorgetragenen Melodien, ehe die Komposition furios, aber jederzeit sehr gepflegt endete. Bert Appermont hat in seiner mt „Sacred Song“ betitelten Komposition einen Coral bearbeitet. „Besinnlich, in sich gehend, ein wohltuender Gegensatz in der mehrheitlichen Hektik der Vorweihnachtszeit“. Mit diesen Worten umschrieb der Dirigent der Musik-gesellschaft diesen Vortrag. Und so wurde er auch vom aufmerksamen Publikum honoriert. Nochmals wurde ein Werk eines jungen belgischen Komponisten ins Programm aufgenommen. „Friends of Freedom“ stammt aus der Feder von Karel Deseure und fügte sich bestens in die Adventsmusik ein. Auf die Eröffnungsfanfare folgte ein flottes Allegro mit reizvollen wechselnden Rhythmen und virtuosen Melodien. Zum Schluss trat das Eröffnungsthema, nun in breiterer Instrumentierung, noch einmal in den Vordergrund. Langanhaltender Applaus war ein klarer Beweis dafür, dass auch dieser Vortrag hervorragend gelungen war. Der wiedererstarkte Männerchor Wangen hatte auf der Empore Platz genommen und eröffnete seinen Part mit „Es ist ein Ros‘ entsprungen“. Unter der Leitung von Roland Basler folgte mit „Aber heidschi bumbeidschi“ von Gerhard Löffler so etwas wie ein Ohrwurm, ehe es mit Ludwig van Beethovens „Ode an die Freude“ schon eher klassisch weiter ging. Und sollte der sich abzeichnende Weg des Mitgliederzuwachses beim Männerchor fortsetzen, so werden wohl auch die Worte des Liedtextes „Alle Menschen werden Brüder“ nicht nur an Volumen, sondern möglicherweise auch an Bedeutung gewinnen. Abschluss und Höhepunkt zugleich war „Laudate amnes Gentes“. Dabei spielte der Arrangeur und Dirigent Roland Basler den Trompetenpart gleich selber und mit der Orgelunterstützung wurde der ganze Vortrag zu einem besonderen Erlebnis. Weihnächtliche Melodien hat Roland Kernen zu einer imposanten Ouvertüre vertont. Mit dieser „A Christmas Overture“ stimmte die Musik-gesellschaft Wangen mit ihrem Dirigenten endgültig auf Weihnachten ein. Wie von Lukas Vogelsang zu vernehmen war, habe Rob Romeyn eine dicke Freundschaft zwischen Sankt Nikolaus und dem Schneemann in „Jingle Bells, Hallelujah!“ musikalisch vertont. Nach diesem erneut überzeugenden Auftritt hat die Musikgesellschaft Wangen ihrerseits die Freundschaft mit der Bevölkerung zweifelsohne noch zu verstärken vermocht. Jedenfalls sah man beim Verlassen der Kirche, nachdem zuvor „Stille Nacht. Heilige Nacht“ gemeinsam gespielt und gesungen wurde, nur, wie es drei Tage vor Weihnachten auch sein sollte, frohe und zufriedene Gesichter.

Frühlingskonzert 2014

Musikgesellschaft im musikalischen Höhenflug

Wangen Klassische Blasmusik und Big Band Sound am Jahreskonzert unter dem Motto «Wir heben ab!»

 

Von Vera Frey (Text)

und Markus Müller (Foto)

 

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Unter dem Motto «Wir heben ab!» präsentierte die Musikgesellschaft Wangen in Ihrem Jahreskonzert am Samstag klassische Blasmusik und Big Band Sound in einem Konzert. Als Einstimmung auf den musikalischen Abend präsentierte sich die Jugendband unter der Leitung von Viktor del Ponte lässig, jazzig und bluesig mit einem Stück von Amy Winehouse, dem Jazzstandard «Black Orpheus» und dem R&B-Hit «Stand by me».

 

Tadelloser Start

 

Zum «Take off» der Musikgesellschaft unter der Leitung von Lukas Vogelsang erklang dann das Stück «Opening Music» des belgischen Komponisten Ben Haemhouts. Mit seinen durch zahlreiche Tempowechsel erzeugten Stimmungsbildern – von mysteriös und spannungsgeladen über einen galoppierend-melodiösen Mittelteil bis zum stimmungsvollen Schluss, der sich in ein furioses Finale mit Becken und Pauken entlud – eignete sich das Stück perfekt für den Einstieg in das Programm.

 

Dieses erfuhr mit dem darauffolgenden Stück «Aarwangen» von Carl Wittrock bereits einen Höhepunkt; «Zumindest für unsere Nerven», so die neugewählte Präsidentin Cornelia Nussberger. Schliesslich handelt es sich dabei um das Aufgabenstück für das Kantonale Musikfest Ende Juni in Kriegstetten, das erst seit Mitte April geprobt werden konnte. Die Nerven hielten bei dieser ersten Hauptprobe vor Publikum aber ausserordentlich gut, und der erste Eindruck stimmt für das Musikfest sehr optimistisch – vor allem, da sich die allfälligen kleinen Unsicherheiten, die nach so kurzer Probezeit bei der einen oder anderen Stelle noch spürbar sind, im nächsten Monat gut noch beseitigen lassen.

 

Adventure in the Sky

 

Auf den ersten folgte der zweite Höhepunkt: das mottogebende «Flight (Adventure in the Sky)» des jungen Singapurers Benjamin Yeo, das Selbstwahlstück für das Kantonale. Flight ist ein programmatisches Werk, das in kurzen Teilen die Flugerfahrungen eines jungen Piloten beschreibt. Atemberaubende Aussichten, Turbulenzen – und dann kündigt sich auch noch ein ordentlicher Sturm an. Besondere Effekte, der einfallsreiche und streckenweise exzessive Gebrauch verschiedener Perkussionsinstrumente – unter anderem auch von sogenannten «Whirlies», klingende Plastikschläuche – verleihen diesem Werk eine extra Dimension.

 

Nach diesem musikalischen Feuerwerk brachten die Tambouren mit «1804» nicht nur die Trommelfelle ihrer Instrumente, sondern auch die Zwerchfelle der Zuschauerinnen und Zuschauer in der bis auf den letzten Platz gefüllten Turnhalle zum Vibrieren.

 

Zum Abschluss des ersten Teils erklang der fröhlich-überdrehte Marsch von «Star-Wars»-Komponist John Williams aus dem Spielberg Film «1941», bei dem die Bläser mit präzisen Staccati brillieren konnten.

 

Big Band Sound

 

Nach der Zwischenlandung in der Pause begrüsste Dirigent Lukas Vogelsang das Publikum zum lockereren zweiten Teil mit Big Band Sound.

 

Jazzig ging es los mit «The Opener» von Hanspeter Kübler. Der amerikanische Trompeter Harry James hatte es verstanden, auf seinem Instrument zu glänzen und war bekannt für sein sauberes Spiel bis in die höchsten Lagen. Beim «Tribute to Harry James» machte ihm Solist Patrik Schärrer mit seinem Spiel alle Ehre. Er wurde mit überschwänglichem Applaus belohnt.

 

Ein weiteres Swing-Stück folgte mit «The Ape», bevor die Tambouren mit «Horizon 2000» wieder die Halle zum Zittern brachten. Die Präzision dieser Trommler, die es schaffen, als ein einziger Klangkörper aufzutreten, ist immer wieder bewundernswert.

 

Einen Ausflug in die südamerikanische Klangwelt machten die Musikantinnen und Musikanten mit dem feurigen «Demasiado Corazon». Danach kündigte Lukas Vogelsang «Das Stück für unsere Bass-Section» an: «The Chicken» von Ellis/Pastorius. Dieses verlangte Kontrabassist David Scherer und der tiefen Bläsergruppe tatsächlich einiges ab und riss die Zuhörerinnen und Zuhörer so mit, dass sie bereits vor dem letzten Stück nach einer Zugabe verlangten.

 

«Elvis Rocks!», hiess es dann bei diesem letzten Stück auf dem Programm, bei dem es schwierig war, ruhig sitzen zu bleiben. Es endete mit Begeisterungsstürmen des Publikums. Mit dem schon sehnlich erwarteten Wangner Marsch landete die Musikgesellschaft Wangen nach der abermaligen Wiedergabe des lateinamerikanischen Stücks «Demasiado Corazon» schliesslich nach einem fulminanten Frühlingskonzert mit zahlreichen Höhenflügen wieder auf sicherem Boden.

 

151. Generalversammlung

Judith Studer, Laurent Karrer, Cornelia Nussberger
Judith Studer, Laurent Karrer, Cornelia Nussberger

Erstmals eine Frau an der Spitze der Musikgesellschaft    

 

Die Vereinsversammlung (GV) der Musikgesellschaft Wangen stand einerseits im Zeichen der Wachtablösung im Präsidium und andererseits im Rückblick auf das 150-Jahre Jubiläum 2013. Im Restaurant Bahnhof musste (Noch)Präsident Laurent Karrer bei seiner Begrüssung einige Entschuldigungen bekannt geben, die aber wiederum durch die Anwesenheit von fünf Ehrenmitgliedern wettgemacht wurden. Es sollte in der Folge schon beinahe eine Marathonversammlung werden, gab es doch kein Durchwinken der vorgelegten  Traktandenliste, sondern sämtliche Geschäfte wurden aufmerksam verfolgt und wo nötig auch ausgiebig diskutiert.

Die Kassenberichte wurden mit dem schon beinahe schwindelerregenden Ausgabeposten für die neue Uniform genehmigt. „Nun ist es also definitiv so weit, dies ist mein elfter und letzter Jahresbericht als Vereinspräsident der MG Wangen“. Mit diesen Worten begann Laurent Karrer seinen ausführlichen Jahresbericht, der allen Anwesenden in schriftlicher Form vorgelegt wurde. Schon der Umfang des Berichtes zeigte, dass der Verein nicht nur sein 150-jähriges Jubiläum feiern konnte, sondern einmal mehr auch den übrigen, teils wiederkehrenden Verpflichtungen nachzukommen hatte. Ein Wermutstropfen blieb trotz der eindrücklichen und von langer Hand vorbereiteten Festveranstaltung zurück. Die Wangner Bevölkerung zeigte sich zwar bei der Sammelaktion für die neue Uniform nicht unbedingt geizig, doch die mit einem prächtigen Blumenschmuck ausgestattete Festhalle hätte doch einen etwas grösseren Besuch verdient.

Muko-Präsidentin Corinne Brasser appellierte in ihren Betrachtungen auf die musikalische Tätigkeit an sämtliche Mitglieder, die Proben noch lückenloser zu besuchen. Speziell war der Bericht des Dirigenten Lukas Vogelsang. Wegen Terminkollision überbrachte er seinen literarisch abgefassten Bericht ab CD. Er liess verlauten, dass er sich jetzt schon auf die Teilnahme am kantonalen Musikfest 2014 in Kriegstetten freue.

Der Mitgliederbestand konnte gehalten werden. Die Musikgesellschaft Wangen zählt zur Zeit 41 Musikantinnen und Musikanten, wobei Fähnrich, Ehrendamen und Tambouren eingerechnet sind. Mit Spannung wurde das Traktandum Wahlen erwartet, war es doch längst kein Geheimnis mehr, dass es an der Vereinsspitze eine Wachtablösung geben werde. Vizepräsidentin Judith Studer erinnerte sich, dass genau vor elf Jahren Laurent Karrer bei seiner Wahl zum Präsidenten versprach, bis zum 150-Jahr Jubiläum im Amt zu bleiben. Nun sei es aber definitiv, der bisherige Präsident wolle sich inskünftig auf seine Tätigkeit als „nur noch“ Musikant beschränken. In der Suche nach einer Nachfolgelösung konnte folgende Nomination bekannt gegeben werden. Neue Präsidentin soll Cornelia Nussberger werden, die sich vorwiegend den externen Geschäften widmen werde, während Judith Studer sich den internen Angelegenheiten annehme. Dieser neuen Lösung wurde mit grossem Applaus zugestimmt. Somit liegen die Geschickte der MG Wangen nach 150 Jahren erstmals in weiblichen Händen. Neu wird auch Raphael Weber Einsitz im Vorstand nehmen. Weitere wichtige Mutationen in den verschiedenen Kommissionen waren nicht zu verzeichnen.

Zu längeren Diskussionen Anlass gab die Festsetzung des Jahresbeitrages. Da die Einwohnergemeinde die Vereinsbeiträge für 2014 linear um 30 Prozent gekürtzt hat, trifft dies die MG sehr stark. Da der Mitgliederbeitrag oder vielmehr eine Erhöhung von den Statuten abhängig sei, so der Präsident, könne der Beitrag nicht kurzfristig erhöht werden. Ungern einigte man sich dahin, vorerst eine Statutenrevision auszuarbeiten und dann, falls diese Annahme findet, erst in einem Jahr auf dieses Geschäft zurück zu kommen. Die Hoffnung, dadurch nicht in die roten Zahlen abzurutschen, war allgegenwärtig.

Auch das Jahresprogramm für 2014 wurde eingehend besprochen, wartet doch den Mitgliedern, auch ohne Jubiläumsveranstaltung, erneut ein grosses Pensum, mit dem Besuch des kantonalen Musikfestes als einem der Höhepunkte.

Zum Abschluss der Vereinsversammlung konnte der scheidende Präsident noch einige Ehrungen vornehmen. Für den besten Probenbesuch durfte Ehrenpräsident Ruedi Hueber einen Zinnteller in Empfang nehmen. Drei Musikantinnen wurden für ihre 20-jährige Mitgliedschaft zu Ehrenmitgliedern ernannt und zwar Claudia Meier, Yvonne Bucher und Angelika Jansen.

Bei der Musikgesellschaft Wangen gehört es schon fast zur Tradition, dass in Jubiläumsjahren aussenstehende Personen, die sich in besonderem Masse für den Verein verdient gemacht haben, ebenfalls die Ehrenmitgliedschaft verliehen wird. Susanne Ledl und Matthias Christ setzten sich insbesondere  im Fest-OK selbstlos ein und durften dafür ebenfalls die Urkunde zur Ernennung als Ehrenmitglied entgegen nehmen.

Letztmals als Präsident verabschiedete sich Lauren Karrer und wünschte dem Verein weiterhin viel Erfolg. Die neue, zeitgemässe Uniform soll Ansporn sein, weiterhin mit guten Auftritten das Wohlwollen der Bevölkerung aufrecht zu erhalten. Der Slogan „D’Musig für’s Dorf – s’Dorf für d’Musig“, möge auch in Zukunft wegweisend sein. (ESW)

 

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