2012

Adventskonzert

Adventskonzert 2012
Adventskonzert 2012

 

 

Jubiläumsjahr mit Adventskonzert eingeläutet


 

Die Musikgesellschaft beeindruckte in der Galluskirche auf der ganzen Linie und stimmte auf das Jubiläumsjahr 2013 feierlich ein.

 


 

VON EDGAR STRAUMANN

 

Die Vorbereitungen auf die Jubiläumsfeierlichkeiten zum 150-jährigen Jubiläum der Musikgesellschaft Wangen am 30. und 31. August 2013 laufen auf Hochtouren. Nicht nur am bevorstehenden grossen Geburtstagsfest will sich der Verein von der besten Seite präsentieren, sondern bereits jetzt im Vorfeld des Jubiläumsjahres. Wie am Adventskonzert in der Galluskirche festgestellt werden konnte, scheint das Vorhaben auf gutem und richtigen Weg zu fahren. Unter der Leitung von Lukas Vogelsang wurde ein anforderungsreiches Programm einstudiert, das die hohen Erwartungen in jeder Beziehung zu erfüllen vermochte.

Mit dem Adventskonzert, das bei der MG Wangen eine lange Tradition hat, wolle man nicht nur auf die bevorstehende Weihnachtszeit einstimmen, sondern gleichzeitig auch das kommende Jubiläumsjahr feierlich einläuten, sagte Präsident Laurent Karrer bei seiner Begrüssung in der sehr gut besetzten Kirche.

Traditionsgemäss eröffnete die Jugendband unter der Leitung von Viktor del Ponte das Adventskonzert. Das Prädikat „klein ab er fein“ trifft auf diese Formation im wahrsten Sinne des Wortes zu. In dieser kleinen Besetzung, bei der jedes und jeder ein eigentlicher Solist ist, sind alle gleichermassen gefordert. Der herzliche Applaus für ihre Darbietungen war ein klarer Beweis dafür, dass diese Gruppe die Erwartungen nicht nur zu erfüllen  vermochte, sondern gar übertroffen hat.

Heiter, positiv und optimistisch wird der Stil des Komponisten Noaya Wadas bezeichnet. In der Eröffnungsnummer  der Musikgesellschaft „Toward the bright Future“  kam die Handschrift des japanischen Komponisten klar zum Ausdruck. Diese Komposition, in welcher  lyrische Passagen mit spritzigen Taktwechseln kombiniert werden, vermittelte eine erste Kostprobe des anspruchvollen Programms und wurde vom Publikum entsprechend mit herzlichen Applaus honoriert. Als eine wahre, doch lohnenswerte Herausforderung für jedes Blasorchester wird die „Rhaposdia“ von Robert Finn bezeichnet. Die MG Wangen hat diese Herausforderung nicht nur angenommen, sondern auch bravourös  bestanden und erntete auch dafür den verdienten, lang anhaltenden Beifall. Dirigent Lukas Vogelsang, der persönlich durchs Programm führte und zu den einzelnen Vorträgen interessante Informationen vermittelte, wies in der Folge auf ein weiteres Highlight hin. „Yellowstone Choral“ von Filip Ceunen stand weiter auf dem Programm. So faszinierend wie die Landschaft des Yellowstone National Park ist, so faszinierend ist auch dieser Choral aufgebaut. Nach dem transparenten Anfangssolo, von der Flöte gespielt, fügt sich nach und nach das ganze Orchester ein und erlebt  seinen Höhepunkt mit dem Einsatz der Hörner und Posaunen. Auch für diese Aufführung gab es den verdienten Lohn in der Form eines starken Applauses. Zu Beginn teils schräg, aber sehr ausdrucksstark kam „The Light Eternal“ von James Swearingen daher. Mit über dreihundert Werken ist der Amerikaner einer der bekanntesten Komponisten  für Blasorchester. Das Wangner Publikum war bei diesem Vortrag, dem die bekannte Hymne „God Of Our Fathers“ zu Grunde liegt, wohl gleichermassen überwältigt wie jenes anlässlich der Uraufführung.

Nun wurde es richtig weihnächtlich. „The little Drummer Boy“ (Der kleine Trommler) wurde im Jahre 1941 von Katherine K. Davis unter dem ursprünglichen Titel „The Carol of the Drum“ komponiert und getextet. So wie die Geschichte vom kleinen armen Jungen erzählt, der dem neugeborenen Jesus kein Geschenk machen konnte und deshalb auf seiner Trommel spielte und damit grosse Freude bereiten konnte, machte auch die Wangner Musik mit ihrem  Vortrag seinem Publikum eine grosse Freude. Ebenfalls auf die bevorstehende Weihnachtszeit ausgerichtet war die Schlussnummer „Let it Snow“ , komponiert von Jule Styne. Grosse Bekanntheit erlangte diese Komposition durch Dean Martin. Als Sohn italienischer Einwanderer machte der US-Amerikanische Sänger, Schauspieler und Entertainer, mit bürgerlichem Name Dino Paul Crocetti, dieses Lied zu einem eigentlichen  Weihnachtshit.

Nochmals gab  es eine lange, herzliche Beifallskundgebung, bevor das Orchester die Begleitmusik zum gemeinsam mit allen Besuchern intonierten „Stille Nacht, heilige Nacht“ spielte.

Die  besondere Atmosphäre, die immer und immer wieder bei den zur Tradition gewordenen Adventskonzerten der Musikgesellschaft Wangen in der Galluskirche festgestellt werden darf,

soll ein gutes Ohmen für das bevorstehende Jubiläumsjahr sein. Auch wenn der Verein im kommenden Jahr 150 Jahre alt wird, die heutige Generation wirkte einmal mehr jugendlich, frisch, aufgestellt und motiviert.  Unter diesen Voraussetzungen darf man erwartungsfroh und optimistisch zugleich dem Geburtstagsfest, das im Zentrum der Gemeinde (ehemalige Liegenschaft Pfefferli) begangen wird, entgegensehen. 

 

Frühlingskonzert

Frühlingskonzert der MGW
Frühlingskonzert der MGW

 

 

Unter dem Motto «Schnau di aa» Vollgas gegeben

  

Das traditionelle Jahreskonzert der Musikgesellschaft riss das Publikum richtiggehend mit.

 

 

 


 

von Vera Frey

 

Die Musikgesellschaft Wangen bei Olten spielte am Samstagabend vor voller Halle im Alpschulhaus ihr traditionelles Frühlingskonzert unter dem Motto «Schnau di aa». Zur Eröffnung spielte eine starke Jugendband unter der Leitung von Viktor del Ponte Stücke wie «Stand by me» und «I was made for loving you». Die zehn Jugendlichen Musikanten zeigten mit Begeisterung und auch mit hinreissenden Soli, dass der Nachwuchs der Wangener Musikgesellschaft in der nächsten Zeit gesichert ist. Einige Mitglieder der Jugendband konnten denn auch schon wieder für das Mitspiel bei den «Grossen» gewonnen werden, so dass die jetzige Zusammensetzung der Musikgesellschaft insgesamt jung und frisch daherkommt (der jüngste Musikant ist 13, der älteste aktive 75 Jahre jung). 

 

Militärischer Beginn

Nach einer kurzen Begrüssung durch Johannes Gäumann – inklusive Vorgeschmack auf die grosse Feier mit Einweihung einer neuen Uniform zum 150-jährigen Jubiläum im August 2013 – startete dann die Musikgesellschaft Wangen unter der starken Führung von Lukas Vogelsang furios in den ersten Teil mit dem russischen Marsch «Farewell of Slavianka» des russischen Komponisten Vasily Agapkin. 1912, kurz vor dem ersten Balkankrieg komponiert, handelt der Marsch vom Abschied eines russischen Soldaten von seiner Frau und entwickelte sich neben der Nationalhymne zu einem der bekanntesten Märsche in Russland. Ebenfalls militärisch ging es im Programm weiter – mit dem Stück «Smokey Joe» und der etwas dezimierten Tambourengruppe. Mit unglaublicher Präzision spielten sich die drei Trommler direkt in die Herzen – und Ohren – der Zuhörerinnen und Zuhörer und liessen sich auch eine Zugabe nicht nehmen. 

 

Komplett überzeugt

Mit einem interessanten Arrangement des «Ungarischen Tanzes Nr. 5» mit vielen rhythmischen und dynamischen Finessen von Johannes Brahms ging dann die musikalische Reise durch den Osten Europas weiter. Shirim ist ein hebräisches Wort und bedeutet so viel wie Lieder. Der belgische Komponist Piet Swerts komponierte mit seinem Stück mit diesem Namen eine auf der Musik der osteuropäischen Juden (Klezmer) basierende Rhapsodie. Von der mysteriösen Einleitung über orientalisch anmutende Melodien bis zur Verarbeitung eines jüdischen Volksliedes, das schliesslich in ein schallendes und brillantes Finale übergeht, mochte das Stück die Zuhörerschaft – trotz eines kleines Durchhängers in der Mitte – komplett zu überzeugen. Wieder zurück nach Ungarn ging es dann mit dem letzten Stück des ersten Teils. Auch bei diesem wurden Volkstänze verarbeitet – nämlich der ungarische Tanz Czárdás, nach dem auch das Stück «Czardas Mood» von Bob Gay und Marcel Peeters benannt wurde. Abwechslungsreiche und sehr vielschichtige Rhythmen machten das Stück zu einer Herausforderung für die Musikantinnen und Musikanten – doch unter der hervorragenden Leitung von Lukas Vogelsang meisterte die Musikgesellschaft Wangen auch diese Hürde meisterlich und wurde mit einem tosenden Beifall für ihre Probenarbeit belohnt. 

 

Verwandlung in Big Band

Mit dem ersten Stück nach der Pause, das dem ganzen Abend das Motto geliefert hat «Fasten Seatbelts» – verwandelte sich die Musikgesellschaft Wangen in die MGW Big Band, mit Showmaster, Bandleader und Saxophonsolist Lukas Vogelsang. Ob eingängiger Funksound inklusive dazugehöriger Soli beim Stück «Eurofunk» von Palmino Pia oder Klassiker des Big Band Repertoires der 1950er und 60er Jahre wie «Big Spender» von Cy Coleman und Dorothy Fields oder «It don’t mean a Thing (If It Ain’t Got That Swing)» des einflussreichen amerikanischen Jazzmusikers Duke Ellington, die Musikgesellschaft überzeugte auch in diesem Genre auf ganzer Linie. Mitwippende Füsse und mitklatschende Hände inklusive. Ein Höhepunkt der zweiten Hälfte war dann sicher die «Ray Charles Anthology », vier Klassiker des blinden amerikanischen Soul- und Bluessängers in neuer Interpretation. Schliesslich war die 40er Jahre Nummer «Pennsylvania 6-5000», komponiert von Jerry Grey und bekannt durch das Glenn Miller Orchestra noch das Sahnehäubchen auf dem gelungenen, musikalisch hochstehenden und kurzweiligen Konzert, das seinen definitiven Abschluss nach lang anhaltendem Applaus und zwei Zugaben dann traditionsgemäss im Wangener Marsch fand, mit dem sich der Bogen zum Konzertbeginn auch wieder schloss.

 

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